AKIK-Rettungsteddy®: Kleine Helfer im Einsatz

  • Am Montag, den 19. Februar 2018 fand die diesjährige Übergabe der AKIK-Rettungsteddys® im BKRZ bei der Feuerwehr statt. In einer feierlichen Runde überreichte Krin Schmidt vom Aktionskomitee Kind im Krankenhaus an die anwesenden Vertreter der Hilfsorganisationen, der Feuerwehr und der Polizei die kleinen kuschligen Helfer. Welche große Bedeutung und welch wichtige Arbeit die kleinen Helfer im Einsatz leiten und wie lobenswert insbesondere der Einsatz der Stiftung Giersch in diesem Bereich ist, betonte Stadtrat Markus Frank in seiner Rede. Er dankte auch den Hilforganisationen, ohne die diese Professionalität im Rettungsdienst, wie wir sie heute vorfinden, nicht möglich wäre. Ein kleiner, aber wesentlicher Beitrag für diese professionelle Arbeit seien die Rettungsteddys. Und so betonte auch Prof. Reinhard Ries, Direktor der Branddirektion, dass man hier "eine große Bühne für einen, den wir sehr schätzen" habe: den Rettungsteddy.

     

    Jährlich kommen im Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt etwa 250 AKIK-Rettungsteddys® zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe gelingt es bei einem Einsatz immer wieder, das „Eis zu brechen“. Kinder haben es in Notfallsituationen mit mehreren Stressfaktoren zu tun: Ein Unfallereignis oder eine akute Erkrankung können Kinder häufig schwerer wegstecken als Erwachsene. Auch die Angst vor dem, was sie im Krankenhaus erwartet oder sich etwa den völlig fremden Menschen des Rettungsdienstes anzuvertrauen, kostet sie viel Überwindung. Häufig können die Eltern dann nicht sofort vor Ort sein. Das alles sind Momente, in denen die AKIK-Rettungsteddys® die Rettungsdienstbesatzung dabei unterstützen können, dass eine Untersuchung der kleinen Patienten möglich wird. Das Frankfurter Rote Kreuz freut sich immer wieder über die bereits seit mehreren Jahren von der Stiftung Giersch unterstützte Aktion des Aktionskomitees KIND IM KRANKENHAUS Frankfurt / Rhein-Main e.V. (AKIK) und bedankt sich ganz herzlich für diesen Einsatz.

     

    Michaela Hofmann, seit 10 Jahren als Rettungsassistentin und seit 2 Jahren als Notfallsanitäterin im Einsatz für das Deutsche Rote Kreuz in Frankfurt, berichtet von ihrer Arbeit und wie ihr dabei die AKIK-Rettungsteddys® zu Hilfe kommen:


    „An einem kalten Tag Ende Dezember wurde der Rettungswagen spät abends mit Alarm zu einem Mehrfamilienhaus gerufen. Stichwort: Kleinkind mit allergischer Reaktion und Juckreiz. Beim Eintreffen stand schon die junge Mutter an der Tür, sichtlich aufgeregt. Die kleine Patientin weinte und ließ sich ungern anfassen, wirkte ansonsten aber nicht akut lebensbedroht. Die Eltern waren besorgt, da die Tochter nicht zu beruhigen war. Die Entwicklung sei langsam über den Nachmittag hinweg verlaufen. Ansonsten sei das Kleinkind gesund, besuche noch nicht den Kindergarten und war bis zum Mittagessen beschwerdefrei. Fieber habe sie keins, auch keine Luftnot, berichten uns die jungen Eltern.

     

    Die Patientin wirkte aufmerksam und nicht besonders ängstlich. Berührungen, auch von den Eltern, lehnte sie allerdings vehement ab, vermutlich aus Schmerzen. Um die juckenden Hautstellen besser beurteilen zu können, musste eine körperliche Untersuchung durch die Notfallsanitäterin gemacht werden. Die üblichen Tricks der Annäherung waren nicht zielführend, die kleine Patientin war uns gegenüber weiterhin ablehnend. Hier kam uns dann der Rettungsteddy zu Hilfe. Das Mädchen hatte sich so über das süße Kuscheltier gefreut, dass mit seiner Hilfe und Ablenkung die Untersuchung problemlos möglich war. Da die Rötungen eine Infektion mit Masern vermuten ließen und das Kind weiterhin starken Juckreiz hatte, wurde der Transport in die Kinderklinik veranlasst. Das Verbringen in den Rettungswagen und das Anschnallen im Kinderrückhaltesystem waren mithilfe des Teddys möglich. Bei unserer Ankunft in der Klinik war die Patientin fest eingeschlafen – mit Teddy im Arm.“

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