Evakuierung in Seckbach: DRK mit zahlreichen Helfern dabei

  • Erneut wurde bei Bauarbeiten im Norden von Frankfurt eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Nach entsprechender Sichtung ergab sich, dass vermutlich noch eine zweite Bombe unter der ersten liegen könnte. Das Gewicht von 50 kg und das relativ offene Gelände machten nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes einen erweiterten Evakuierungsradius von 400 m erforderlich. Betroffen waren etwa 1400 Anwohner, darunter etwa 60 Bewohner einer Altenwohnanlage sowie die Belegschaft einer Großmetzgerei.

     

    Das Frankfurter Rote Kreuz war gemeinsam mit den anderen Frankfurter Hilfsorganisationen in der Saalbauhalle Volkshaus Enkheim sowie in der Sporthalle der Pestalozzischule im Einsatz. Die Helferinnen und Helfer sorgten für einen geordneten Ablauf und stellten Verpflegung, Betreuung und Schlafmöglichkeiten zur Verfügung.
    Nachdem die Entschärfung am ersten Abend nicht abgeschlossen werden konnte, da zunächst spezielles Gerät nach Frankfurt gebracht werden musste, war klar, dass eine weitere Nacht der Evakuierung und damit viele Stunden Einsatz der ehrenamtlichen Hilfskräfte nötig werden würde.

     

    Insgesamt haben von Seiten des Roten Kreuzes über 80 Helferinnen und Helfer unterstützt, die über 390 Einsatzstunden geleistet haben. Neben dem Frankfurter Roten Kreuz kamen helfende Hände auch noch von den Rotkreuzhelfern der Wetterau und Groß-Gerau.

     

    Diesen unermüdlichen Einsatz nahmen unser Kreisbereitschaftsleiter Marco Schmitz, Dr. Michael Sroka (Kreisverbandsarzt), Robert Milkereit (OLRD) und Dierk Dallwitz (Geschäftsführer) am Mittwochabend zum Anlass, um sich vor Ort bei den Helfern zu bedanken. Dank gebührt insgesamt allen an der Evakuierung und Entschärfung beteiligten Kräften. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für die Stadt und die Mitmenschen!

     

    Dieser Einsatz reiht sich ein in eine ganze Reihe von Bombenentschärfungen. Bei Bauarbeiten werden immer wieder verbliebene Altlasten aus dem letzten Weltkrieg entdeckt. Der größte Einsatz fand am 03.09.2017 statt, als eine 1800 kg schwere Luftmine die größte Evakuierung seit Ende des Zweiten Weltkrieges mit insgesamt 70.000 Personen erforderlich machte.

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