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    Jugendhilfe

  • Die Stationäre Jugendhilfeeinrichtung Borsigallee bietet ein vollstationäres pädagogisches Betreuungsangebot „über Tag und Nacht“ auf der Grundlage des SGB VIII, Hilfen zur Erziehung gem. §§ 27, 34, auch in Verbindung mit §§ 35a und 41 und 42.

    Aufgenommen werden Mädchen und Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren. Bis zu 19 Jugendliche finden hier in zwei Gruppen eine individuelle, bedarfsgerechte und psychosoziale Betreuung in sämtlichen persönlichen Belangen.

  • Das Haus
  • Die Einrichtung ist ein alleinstehendes Haus auf eigenem Grundstück. Sie liegt im östlichen Frankfurter Stadtteil Enkheim verkehrsgünstig gelegen mit U-Bahn- und Bus-Haltestelle direkt vor der Haustür. In unmittelbarer Nähe gibt es ausreichend Einkaufsmöglichkeiten. Schulen und Freizeiteinrichtungen sind mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

    Das Haus teilt sich auf in drei Stockwerke sowie ein Kellergeschoss. Der Keller bietet neben den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten für beide Gruppen (großer Essraum, Waschraum, Lebensmittellager, großer Freizeitraum mit Billardtisch, Tischkicker und Tischtennisplatte) auch die Küche für die Hauswirtschaftskraft, eine Jugendküche und den Gruppenraum für Gruppe 1. Weiter gibt es eine Fahrradwerkstatt und -garage für die Fahrräder der Jugendlichen. Hier können die Fahrräder mit Unterstützung der Betreuer*innen selbstständig repariert werden.

    Im Erdgeschoss befinden sich die Bewohner*innenzimmer der Gruppe 1 (10 Einzelzimmer), das Hauptbüro, ein Büro für die Verwaltungskraft, ein Besprechungsraum, das Büro der Einrichtungsleitung, ein Nachtbereitschaftszimmer, sowie die Sanitäranlagen für Jungen.

    Im 1. und 2. Stock befinden sich die Bewohner*innenzimmer der Gruppe 2 (7 Einzelzimmer, 1 Doppelzimmer), das Büro für Gruppe 2 inkl. zweitem Nachtbereitschaftszimmer, ein Multifunktionsraum (Gruppenraum 2), eine Jugendküche für Gruppe 2, sowie die Sanitäranlagen für Mädchen.

    Hinzu kommt ein großes Außengelände mit Garten für Aktivitäten wie Grillen, Gärtnern und sportlichen oder spielerischen Betätigungen.

  • Unsere Zielgruppen
  • Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. In begründeten Fällen – z.B. bei Geschwisterkindern – kann das Aufnahmealter nach Absprache mit der Heimaufsicht auch darunter liegen.

    1. Kinder und Jugendliche

    Ist außerhalb des Elternhauses eine Unterbringungen erforderlich, umfasst die Hilfe in unserem Haus insbesondere die Gewährung pädagogischer und Vermittlung in damit verbundene therapeutische Leistungen – ebenso wie die Heranführung an erforderliche lebenspraktische Kompetenzen - um die individuelle Entwicklung unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie zu fördern. Hierbei arbeiten wir Ressourcenorientiert  und gehen auf die individuellen Bedarfe ein.

    1. Unbegleitete minderjährige Geflüchtete

    Das Regelangebot beinhaltet die umfassende Betreuung der Jugendlichen in all ihren Belangen des täglichen Lebens, um ihnen die größtmögliche Hilfestellung auf ihrem Weg zu ihrer eigenen Verselbstständigung zu gewährleisten. Das Team ist interkulturell kompetent und sehr versiert im Umgang mit Belastungsstörungen im Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen.

    Für beide Zielgruppen gilt

    • die Betreuung in einer auf längere Zeit angelegten Lebens-/ Wohnform sowie Vorbereitung auf eine selbstständige Lebensführung

    • die Unterstützung und Beratung in Fragen der allgemeinen Lebensführung und die persönliche Gesundheitsfürsorge - sowie in Fragen von Schule, Ausbildung und Beschäftigung.

    • Bei Bedarf auch Unterstützung zu  Asylrechtlichen Fragen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachkräften
  • Team & Betreuungskonzept
  • An die Mitarbeiter*innen werden hohe fachliche Anforderungen gestellt.

    Das Team Borsigallee besteht aus folgenden Berufsgruppen:

    • Pädagogisches Personal (Sozialarbeiter*innen, Dipl. Pädagog*innen, Erziehungswissenschaftler*innen, Erzieher*innen)
    • Personal für die Hauswirtschaft
    • Technisches Personal (Hausmeister)
    • Verwaltungs- und Sekretariatspersonal
    • Leitung (Dipl. Sozialpädagoge).

    Die Wohngruppen werden jeweils von einer Gruppenleitung betreut. Das pädagogische Personal arbeitet nach dem Bezugsbetreuer*innen-Prinzip und ist gruppenunabhängig.

    Die Grundlage unseres Betreuungsansatzes basiert auf der besonderen Lebens-und Herkunftslage der uns anvertrauten jungen Menschen. Hieraus leitet sich ein interkultureller Betreuungsansatz ab. Durch einen gemeinsamen Annäherungsprozess wird Verständnis für andere kulturelle Werte und Normen entwickelt, welches Ausgrenzung, bzw. Isolierung sowie Abwertung bzw. Stigmatisierung vermeiden soll. Es ist das erklärte Ziel, die Jugendlichen individuell und entsprechend ihrer Biografie und ihren Ressourcen so zu fördern, dass sie zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten heranreifen können und dadurch in die Lage versetzt werden, Verantwortung für sich und Andere übernehmen zu können. Dies geschieht im Rahmen der alltäglichen Betreuung und hierbei für jede*n einzelne*n Bewohner*in noch einmal individueller und personenzentrierter in Form von besagter Bezugsbetreuung mit fest zugeordneten pädagogischen Fachkräften/Ansprechpartner*innen in der Einrichtung.

     

    Die Jugendlichen werden Bezugsbetreuer*innen zugeteilt, die für die Absprachen mit dem einzelfallzuständigen Jugendamt hauptverantwortlich sind. Sie sind die Hauptansprechpartner für die Jugendlichen und begleiten diese während des gesamten Hilfeprozesses. Sie nehmen stellvertretend für die Einrichtung an den Hilfeplangesprächen im Jugendamt teil. Gemeinsam mit der Einrichtungsleitung erstellen sie einen Plan, wie die im Hilfeplan festgesetzten Ziele zu erreichen sind und sind für die bestmögliche Zielerreichung verantwortlich. Die Einrichtungsleitung ist für das Monitoring und wenn nötig für die Steuerung der Umsetzung verantwortlich.

     

    In wöchentlichen Teamsitzungen und den regelmäßigen Supervisionen werden die Fortschritte der Jugendlichen sowie individuelle Handlungsbedarfe im Weiteren kollegial besprochen und der Stand der Umsetzung besprochen.

     

    Das grundlegende Ziel der Bezugsbetreuung besteht im Aufbau einer stabilen und auf Vertrauen basierenden Beziehungsebene zu dem jeweiligen Jugendlichen. Die sich daraus ableitenden Aufgaben bestehen in der individuellen Förderung, der angemessenen psychosozialen Entwicklung der Jugendlichen und in der Unterstützung sowie in der Begleitung in den einzelnen Lebensbereichen der Jugendlichen um die Eigenverantwortlichkeit und die Eigenständigkeit des Jugendlichen als Hauptziel anzustreben und zu erreichen. Ebenso werden die Jugendlichen jederzeit bei persönlichen Problemen und Fragestellungen unterstützt und beraten.

     

    Für die gezielte mädchen- und jungenspezifische Betreuung arbeitet  die Einrichtung mit jeweils einem Mädchen- sowie einem Jungenkonzept.

  • Haben Sie Fragen?
    1. Rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne.

  • Björn Schmidt, Einrichtungsleitung
    Tel.: 0173 - 3694436

    Büro
    Tel.: 06109 - 7128677
    Fax: 06109 - 7128678
    Email: dienststelle.borsigallee@drkfrankfurt.de